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Ersterwähnung von "Hohunburch" 1065

Die erste überlieferte urkundliche Erwähnung von Homberg an der Ohm stammt aus dem Jahr 1065, als König Heinrich IV. dem Kloster Hersfeld Zehn Hufen (Bauernstellen) in "Hohunburch" überließ.

In einer Schenkungsurkunde des Jahres 1146 übergab König Konrad III. die Hälfte seines Königgutes in Homberg ebenfalls an das Kloster Hersfeld, nahm allerdings den "Berg" von dieser Schenkung aus. Möglicherweise bestand bereits damals auf dem Homberger Burgberg eine königliche Befestigungsanlage oder der Platz war zumindest für eine solche vorgesehen.

Kupferstich von J. Chr. Berndt um 1780/1800, nach Zeichnung von A.J.G. von Spittal de Krechting
Kupferstich von J. Chr. Berndt um 1780/1800, nach Zeichnung von A.J.G. von Spittal de Krechting

Homberger Stadtsiegel 1234

Anlass zur Feier unseres 750-jährigen Jubiläums war die älteste urkundliche Erwähnung Hombergs als Stadt (lat.urbs). Im Jahr 1234 schenkte die Ritterfamilie des Richwin von Gontershausen ihren Eigenbesitz in den Gemarkungen Haarhausen, Gonterhausen und Nieder-Ofleiden an das Kloster Haina.

Eine der beiden anläßlich dieser Güterübertragung angefertigten Urkunden ist in Homberg ausgestellt und mit dem Siegel der Stadt bekräftigt worden. Das Stadtsiegel zeigt den landgräflichen thüringischen Löwen unter Gebäudeornamenten. Die Unterschrift des mittelalterlichen Siegels lautet: SIGILLUM BURGIENSIUM DE HOHINBURG (Siegel der Bürger von Homberg).

Homberger Münze 14. Jahrhundert

Bereits für das 13. Jahrhundert ist eine Münzstätte in Homberg an der Ohm nachweisbar. Unter der Münzherrin Sophie von Brabant, der Tochter der heiligen Elisabeth von Thüringen, wurden zweiseitige Pfennige geprägt. Später wurden auch Brakteaten oberhessischen Schlags hergestellt, die den sitzenden Langrafen oder den hessischen Löwen unter Gebäudeornamenten zeigen.

In einem größeren Münzfund, der beim Abbruch eines Hauses in Marburg 1922 sichergestellt werden konnte, befanden sich Brakteaten, die in der Münzstätte Homberg geprägt worden sind. Auf dem Rand einer der gefundenen Münzen war deutlich ihre Prägung zu lesen.

Marktrechtsverleihung 1554

Erstmals 1554 wurden der Stadt Homberg an der Ohm durch den Landgrafen Philipp den Großmütigen zwei Jahrmarktsprivilegien verliehen. Durch die Bewilligung weiterer Märkte in den Jahren 1681, 1710 und 1739 entwickelte sich Homberg zu einem vielbesuchten Marktort, in dem jährlich sechs Kram- und Viehmärkte abgehalten wurden, von denen sich der Ende Oktober stattfindende "Kalte Markt" bis heute erhalten hat.

Dilich zeichnet Homberg an der Ohm 1591

Wilhelm Scheffer, genannt Dilich, Chronist, Baumeister und Kartograph, veröffentlichte 1605 in seiner reich illustrierten "Hessischen Chronica" auch eine Abbildung eines Kupferstichs nach seiner eigenen, um das Jahr 1591 angefertigten Federzeichnung, die den Zustand von Burg und Stadt Homberg Ende des 16. Jahrhunderts wiedergibt. Dilichs Zeichnung dürfte Vorlage für mehrere in den folgenden Jahrhunderten entstandenen Kupfer- und Stahlstiche gewesen sein.

Belagerung Hombergs 1646

Während des 30-jährigen Krieges (1618-1648) kam es im Sommer 1646 im Ohmtal zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der schwedischen Armee unter Reichszeugmeister Wrangel und den nachstoßenden kaiserlichen Truppen unter Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich. Einer zeitgenössischen Schilderung zufolge, die vermutlich aus der Feder des damaligen Homberger Amtmanns Moritz von Gilsa stammt, schlug der Erzherzog sein Hauptquartier in Appenrod auf, während seine Soldaten vor Maulbach lagerten.

Die Schweden und die mit ihnen verbündeten Niederhessen hingegen nahmen in den Wiesen vor Ober-Ofleiden - diesseits der Ohm - Aufstellung. Nachdem eine friedliche Übergabe der Stadt, die zu dieser Zeit lediglich von sechzig auf kaiserlicher Seite kämpfenden hessen-darmstädtischen Musketieren besetzt war, zweimal gescheitert war, ließ Wrangel Homberg angreifen. Angesichts der gegnerischen Übermacht kapitulierte die Stadt bald darauf und wurde anschließend anderthalb Tage lang von den Schweden und Niederhessen geplündert.

Revolutionäre Unruhen 1848

Auch im Homberg an der Ohm kam es, wie in vielen oberhessischen Städten, in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu politischen Unruhen, die sich gegen die als unrechtmäßig empfundene Obrigkeit richteten und deren Anführer für einen konstitutionellen Einheitsstaat kämpften. Der Bruder Friedrich Ludwig Weidigs, des revolutionären Schriftstellers und Pfarrers zu Ober-Gleen, wohnte in Homberg. Folgende Begebenheit soll sich in Homberg abgespielt haben: Als um das Jahr 1848 der Großherzog von Hessen mit kleinem Gefolge auf dem Weg zu einem Besuch bei der Familie Schenk zu Schweinsberg durch unsere Stadt kam, soll der Homberger Bürger Gaub auf den Kutschbock des herrschaftlichen Wagens gesprungen sein und fahneschwenkend ausgerufen haben: "Es lebe die Revolution".

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