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Ende gut alles gut - Breitbandausbau voraussichtlich Endes des Jahres fertig - Baustart in Erbenhausen

Breitbandausbau voraussichtlich Endes des Jahres fertig – Baustart in Erbenhausen

„Nach vielen Gesprächen und intensiven Verhandlungen der Stadt steht nun fest, dass die GöTel GmbH den Breitbandausbau in den Stadtteilen Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen vornehmen wird“, erklärt Bürgermeisterin Claudia Blum und ergänzt „Aller Voraussicht nach, werden wir im gesamten Stadtgebiet Ende des Jahres vernünftige Internetverbindungen haben und endlich wird die Versorgungslücke in den drei Stadtteilen Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen geschlossen.“
Der Ausbau in den drei Stadtteilen beginnt sofort. Baustart war am 23. Juni in Erbenhausen. Seit Februar 2020 ist das Unternehmen bereits im privatwirtschaftlichen Breitbandausbau im Vogelsberg mit Backbone-Trassen, Verteilern, Multifunktionsgehäusen und Leitungen für schnelles Internet tätig. Ziel der GöTel GmbH ist der Glasfaserausbau bis in jedes Haus (FTTH) und damit die leistungsstärkste und wohl einzig zukunftssichere Technologie. Zunächst werden Multifunktionsgehäuse (Verteilerkästen) gesetzt und dort die Glasfaseranbindung, die von Homberg aus über die Feldlagen in die drei Stadtteile geführt wird, installiert. Von den Multifunktionsgehäusen aus werden die bestehenden Kabelverzweiger der Telekom angeschlossen, wo alle seit jeher bestehenden Anschlussleitungen zusammenlaufen. Das ermöglicht durch den Anschluss dieser dort bereits vorhandenen Kupferkabel die sofortige Anbindung mittels Vectoring-Technologie mit Bandbreiten von mindestens 30 MBit/s, je nach Entfernung zum Kabelverzweiger können bis zu 100 Mbit/s angeboten werden. Dieser erste Schritt soll bis zum 31.08.2020 abgeschlossen sein.
Gleich danach beabsichtigt GöTel den FTTH-Ausbau zu starten. Dazu ist es jedoch erforderlich, dass 60 % aller Haushalte einen Anschluss bestellen.
Die Ortsvorsteher wurden in einer Corona-konformen Informationsveranstaltung durch GöTel informiert und werden in den nächsten Tagen und Wochen an alle Haushalte ein Informationsblatt verteilen. Informationsveranstaltungen der GöTel GmbH sollen folgen.
Der Glasfaserausbau im Vogelsbergkreis ist eine fast unendliche Geschichte, die mit dem Anschluss von Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen nun endlich ein glückliches Ende finden wird. Bereits seit 2013 versucht der Vogelsbergkreis den Glasfaserausbau zu forcieren. Dazu wurden gemeinsam mit den Vogelsberger Kommunen die Breitbandgesellschaft und mit dem Wetteraukreis die BIGO gegründet. Es mussten viele Rückschläge durch Strategiewechsel der Telekom, komplizierte Förderverfahren etc. hingenommen werden. Im September 2019 erfolgte endlich der Spatenstich zum geförderten Breitbandausbau im Vogelsbergkreis. Vorausgegangen war ein kompliziertes und zeitaufwändiges Verfahren mit Markterkundung, Fördermittelbeantragung und vielem mehr. Der geförderte Breitbandausbau umfasst den Anschluss von Gewerbegebieten, Unternehmen und Schulen und wird durch die Telekom ausgeführt. Parallel rüstet die Telekom die Kabelverzweiger in noch nicht versorgten Ortschaften auf, um auch Privathaushalte mit schnellem Internet zu versorgen.
In etlichen Vogelsberger Kommunen hat jedoch die GöTel GmbH Kabelverzweiger reserviert oder die Bundesnetzagentur erlaubt die Kollokation wie in Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen. Unter Kollokation wird in der Telekommunikation das Mitbenutzen von Ressourcen am Standort des Hauptverteilers bezeichnet. Die Telekom als Besitzerin der Teilnehmeranschlussleitungen muss GöTel die Mitbenutzung der Leitungen und anderer Ressourcen gewähren (vermieten). Damit dürfen sowohl GöTel als auch Telekom ausbauen. Bei einem Ausbau durch zwei Anbieter ist das Vectoring aus technischen Gründen nicht möglich und die Verbesserung der Internetanbindung wäre nur minimal, daher lehnt die Telekom einen Ausbau in solch einer Konstellation ab. „Dieses Dilemma galt es in Homberg zu lösen, so Bürgermeisterin Blum.
Während Homberg im geförderten Breitbandausbau durch die Telekom im Cluster 2 vorgesehen war, befand sich Homberg bei der GöTel im Cluster 11. Der geförderte Ausbau sollte bis August 2020 erfolgen. Die Telekom verlegt bereits seit Mai Glasfaser bis zu Schulen und Betrieben im geförderten Ausbau in ganz Homberg, parallel werden private Haushalte im Eigenausbau angeschlossen. Das erfolgt in Bleidenrod, Büßfeld, Deckenbach, Haarhausen, Höingen, der Kernstadt und Schadenbach. Schnelles Internet gibt es bereits in Maulbach, Nieder-Ofleiden und Ober-Ofleiden.
„Es war also zu befürchten, dass in Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen einige Unternehmen schnelles Internet durch die Telekom erhalten, die Privathaushalte aber auf der Strecke bleiben, erklärt die Bürgermeisterin und ergänzt „Wir haben alles daran gesetzt Letzteres zu verhindern.“ „Durch viele Gespräche und Schreiben konnten wir erreichen, dass die GöTel GmbH eine freiwillige Versorgungszusicherung gegeben hat und der Ausbau von Appenrod, Dannenrod und Erbenhausen vorgezogen und sofort beginnen wird“, so Blum.
Grundsätzlich kann die Stadt die Zustimmung zur Verlegung von Telekommunikationslinien nach § 68 TKG nicht verweigern. Das Telekommunikationsgesetz räumt den Telekommunikationsunternehmen große Rechte aber auch Pflichten ein.

Bürgermeisterin Claudia Blum (1.v.l), Appenrods Ortsvorsteher Richard Fleischhauer (2.v.l), Thomas Wild, Geschäftsführer der GöTel GmbH (Mitte), Erbenhausens Ortsvorsteher Willi Österreich (3.v.r) und Lorenz Keil Vertriebsmitarbeiter der GöTel GmbH (2.v.r), mit zwei Arbeitern beim Baustart an der Baustelle eines zukünftigen Verteilerkastens in Erbenhausen, © Bick/Stadt Homberg (Ohm)
Bürgermeisterin Claudia Blum (1.v.l), Appenrods Ortsvorsteher Richard Fleischhauer (2.v.l), Thomas Wild, Geschäftsführer der GöTel GmbH (Mitte), Erbenhausens Ortsvorsteher Willi Österreich (3.v.r) und Lorenz Keil Vertriebsmitarbeiter der GöTel GmbH (2.v.r), mit zwei Arbeitern beim Baustart an der Baustelle eines zukünftigen Verteilerkastens in Erbenhausen, © Bick/Stadt Homberg (Ohm)
Bürgermeisterin Claudia Blum (1.v.r) und Thomas Wild, Geschäftsführer der GöTel GmbH (2.v.r), beantworten an einer Anschlussstelle in Erbenhausen die Fragen von Ortsvorstehern, interessierten Bürgern und Pressevertretern, © Bick/Stadt Homberg (Ohm)
Bürgermeisterin Claudia Blum (1.v.r) und Thomas Wild, Geschäftsführer der GöTel GmbH (2.v.r), beantworten an einer Anschlussstelle in Erbenhausen die Fragen von Ortsvorstehern, interessierten Bürgern und Pressevertretern, © Bick/Stadt Homberg (Ohm)

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