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Die Stadt Homberg (Ohm) hat einen neuen Fundtiervertrag mit dem Tierheim Gießen!

Nachdem das Tierheim Alsfeld der Stadt Homberg – wie vielen anderen Gemeinden ebenfalls – den jahrelangen Fundtiervertrag gekündigt hatte, hat sich die Stadt Homberg mit anderen Tierheimen in Kontakt gesetzt, um für die Unterbringung von Fundtieren eine neue Lösung zu finden. Unsere ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte Tina Bieker führte mit den umliegenden Tierheimen dazu die Vorgespräche. Im Tierheim Gießen (Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V.) bekam Bieker vom 2. Vorsitzenden Herrn Liebermann eine ausführliche Führung durch das gesamte Tierheim. Besonders beindruckt hat sie das ausgesprochen durchdachte Hygienekonzept, denn Hygiene ist das A und O in einem Tierheimbetrieb, wo so viele unterschiedliche Tiere ständig neu aufgenommen werden oder auch gleich krank ankommen. Das Hygienekonzept ist die Prävention, um keine ansteckenden Krankheiten wie u.a. Katzenseuche, FIV oder Leukose weiter zu verbreiten und Todesfälle durch Ansteckung zu vermeiden.
Simke Ried, Bürgermeisterin der Stadt Homberg (Ohm), verschaffte sich mit dem Ordnungsamtsleiter Markus Haumann und der ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten Tina Bieker im August ebenfalls ein persönliches Bild vom Tierheim Gießen, wo sie herzlich von der 1. Vorsitzenden Frau Astrid Paparone, dem 2. Vorsitzenden Herrn Harald Liebermann sowie der Tierheimleitung Hannah Wern begrüßt wurden.
Im gemeinsamen Gespräch ging es um die große Vielfalt der aufgenommenen Tiere wie Papageien, Schildkröten, Farbratten, Chinchillas, Katzen, Hunde und Kaninchen. Besonders interessant waren die aussortierten und hilflos ausgehungert aufgefundenen Brief- und Hochzeitstauben, die im Tierheim ebenfalls beherbergt werden. Es wurde erklärt, dass Tauben nicht unter die Wildtiere fallen, sondern wie Hunde und Katzen ebenfalls Haustiere sind. Auch wurde berichtet, dass die Tauben zum „Spaß“ für andere – wie zum Beispiel bei Hochzeiten – fliegen gelassen werden. Berühmt dafür sind die weißen Tauben, die es nie gelernt haben, sich draußen in der Natur eigenständig zu ernähren und meist nicht zu ihrem Besitzer zurückfinden und draußen elendig verhungern, wenn sie nicht von tierlieben Menschen aufgegriffen werden.
Das Hundehaus ist geräumig, es hat frohe Farben und es gibt ein großes Außengelände für die Hunde. Dazu gibt es eine geräumige Futterküche und einen ausgestatteten Tierarztraum. Frau Paparone erzählte von den vielen schwierigen Hunden, die zu Coronazeiten unüberlegt angeschafft wurden, dann im Tierheim als sogenannte „Beißer“ abgegeben wurden und mit denen täglich trainiert werden muss, aber wie überall fehlt auch hier Personal, besonders im Hundebereich und mit Hunden, die nie Grenzen gezeigt bekommen haben, ist die Arbeit umso zeitintensiver.
Im Gespräch war auch unsere bereits drei Jahre geltende Katzenschutzverordnung, nach der alle Freigängerkatzen kastriert und gekennzeichnet sein müssen. Dies begrüßten Frau Paparone, Frau Wern und Herr Liebermann, denn nicht jede Gemeinde hat bislang eine Katzenschutzverordnung. Bieker bot hierzu einen Erfahrungsaustausch an, da sie regelmäßig mit Erfolg in Gemeinden zum Thema Katzenschutzverordnungen aufklärt und berät, um das Katzenelend einzudämmen.
Dann wurden noch unsere Homberger „Schützlinge“ besucht, Babykätzchen mit ihrer Mama, Babykatzen ohne Mama und adulte kranke Katzen. Im riesigen Katzenfreigehege gab es ebenfalls viel zu sehen, wie zum Beispiel viele schwarze Katzen, die meist kaum Chancen auf Vermittlung haben wegen ihrer Farbe.
Als ein ganz besonderes Augenmerk und eine ganz wichtige Stütze für die Tiere ist das Fundtierhaus, die sogenannte „Tierklappe“ im Gießener Tierheim. Dort können anonym Tag und Nacht Tiere abgegeben werden. Dies ist eine gut durchdachte Lösung und hätte unseren kürzlich ausgesetzten vier Babykätzchen sehr weitergeholfen. Im Frühjahr waren bereits zwei Kätzchen im Wald in Gontershausen ausgesetzt worden. Zwar wurden die genannten Katzen rechtzeitig entdeckt und konnten gerettet werden – aber nicht immer kommen wie in diesem Rettungsfall Zufallsfund, Glück und geistesgegenwärtiges Eingreifen zusammen.
Abschließend beleuchteten wir die Kostenexplosion, die auch vor den Tierheimen keinen Halt macht und die den Tierheimmitarbeiterinnen und -mitarbeitern große Sorgen um ihre Schützlinge bereitet.
Mit einer Futterspende, die aus hochwertigem Kittenfutter bestand, weil das am dringendsten benötigt wird, bedankten wir uns herzlich für die wertvolle bisherige Zusammenarbeit.
Wir wünschen allen Tierheimschützlingen ein liebevolles Zuhause!
Kontakt: Tierschutzverein Gießen und Umgebung e.V., Vixröder Straße 16, 35396 Gießen, Telefon: 0641-52251
Simke Ried
Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Simke Ried im Tierheim Gießen, © Tina Bieker
Bürgermeisterin Simke Ried im Tierheim Gießen, © Tina Bieker
Beim Besuch im Tierheim Gießen (v. li.): Die Vorsitzenden, Astrid Paparone und Harald Liebermann, sowie Bürgermeisterin Simke Ried, die ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte Tina Bieker und Tierheimleitung Hannah Wern, © Haumann/Stadt Homberg (Ohm)
Beim Besuch im Tierheim Gießen (v. li.): Die Vorsitzenden, Astrid Paparone und Harald Liebermann, sowie Bürgermeisterin Simke Ried, die ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte Tina Bieker und Tierheimleitung Hannah Wern, © Haumann/Stadt Homberg (Ohm)

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